Martin Grütter wurde 1983 in Trostberg/Bayern geboren. 1999–2001 war er Jungstudent im Fach Komposition bei
Dieter Acker an der Hochschule für Musik und Theater München, anschließend nahm er ein Studium der Mathematik und Wissenschaftsgeschichte an der Universität Regensburg auf. Von 2004 bis 2009 studierte er an der
Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin Komposition bei
Hanspeter Kyburz, seit 2010 elektronische Musik bei
Wolfgang Heiniger. Daneben besuchte er Meisterkurse u. a. bei
Brian Ferneyhough und
Stefano Gervasoni.
Aufführungen seiner Werke fanden bei Konzerten und Festivals in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz und Hongkong durch Interpreten wie das
Ensemble Intercontemporain, die
Ensemble Modern Akademie, das
Thürmchen-Ensemble, das
Ensemble Ligatura, das Texture Ensemble, das
Minguet-Quartett sowie die Dirigenten
Peter Rundel,
Titus Engel und
Alejo Perez statt. Er erhielt Preise bei verschiedenen Wettbewerben, so etwa 1999 beim Kompositionswettbewerb der
Robert-Schumann-Gesellschaft Düsseldorf, 2007 beim Kompositionswettbewerb
"In memoriam György Ligeti" und beim
Hanns-Eisler-Preis für Komposition und Interpretation zeitgenössischer Musik, 2010 beim Internationalen Kompositionswettbewerb der
MusikTriennale Köln und beim
Mahler-Kompositionswettbewerb Wien. 2008 war er Finalist beim Tremplin-Projekt des Ensemble Intercontemporain, Paris. Er erhielt Stipendien vom Freistaat Bayern und dem DAAD, außerdem ist er Stipendiat der
Akademie "Musiktheater heute" der Deutsche-Bank-Stiftung (2010–12) und der
Internationalen Ensemble Modern Akademie (2011/12).
Martin Grütters Musik beschäftigt sich mit Virtuosität, Übermenschlichkeit, Ironie, Irrsinn, Performanz, Rhythmus und Sprache. Seine Kompositionen umfassen Solo-, Ensemble- und Vokalmusik, Musiktheater sowie elektronische Musik, daneben ist er als Klavier- und Keyboard-Improvisator tätig. Er lebt und arbeitet in Berlin. |
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